Aktuelles - Kleinschenker Nachrichten

Heimattag 2017 in Dinkelsbühl

 

Liebe Kleinschenker und Freunde der Kleinschenker,

der Heimattag 2017 in Dinkelsbühl war ein Heimattag der Jubiläen. Gleich drei bedeutende wurden dieses Jahr gefeiert:

1. 500 Jahre Reformation - vor 500 Jahren hat Martin Luther der Überlieferung nach seine 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg genagelt. 
2. 60-jähriges Bestehen der Patenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland.
3. Vor 50 Jahren wurde die Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Deportationder der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl errichtet.

Wir Kleinschenker waren diesmal zum fünften Mal in Folge in Dinkelsbühl und es war, trotz des nicht gerade optimalen Wetters, auch wieder etwas ganz Besonderes. Und eins ist auf jeden Fall klar geworden: der Wetter-Gott ist ein Siebenbürger Sachse! Samstag Nacht hatte es geregnet und auch Sonntag früh, so gegen 09 Uhr regnete es immer noch ziemlich stark. Aber um etwa 09:30 Uhr hat es aufgehört zu regnen, so dass der Trachtenumzug im trocknen stattfinden konnte. Und das Wetter ist immer besser und besser geworden, die Sonne hat geschienen und es war auch wieder angenehm warm. 

Leider hat die schlechte Wettervorhersage wohl einige Kleinschenker davon abgehalten nach Dinkelsbühl zu kommen, was sehr schade war. Wir hätten uns über jeden einzelnen gefreut, da wir dieses Mal sowieso etwas weniger waren, weil einige unserer relelmäßigen Teilnehmer im Urlaub waren. Letztendlich haben 21 Kleinschenker am Trachtenumzug teilgenommen.

Auch das Treffen mit unseren Landsleuten nach dem Umzug in dem Gasthaus ist immer wieder sehr schön, da man dort sehr gesellig beisammen sitzt und sich lebhaft bei dem einen oder anderen Bier oder Glas Wein unterhält. Und es kommen auch immer wieder Kleinschenker vorbei, die nicht am Umzug teilgenommen haben. Die sind natürlich auch sehr willkommen!

Wir möchten uns bei allen Teilnehmenr herzlich bedanken und wünschen uns, dass viele davon auch im Sommer in Hermannstadt dabei sind.

Hier findet ihr weitere Bilder von Dinkelsbühl:

 

Viele Grüße, Euer HOG Vorstand

Neujahrsgruß 2016

neues jahr 2016
 
Liebe Kleinschenkerinnen und Kleinschenker, liebe Freunde!
 
Es bleibt von jedem Jahr etwas bestehen,
das im Herzen nicht vergeht.
Mit Mut und Zuversicht wollen wir weitergehen,
und im Streben und im Ruhen
noch manchen jungen Morgen ehren.
Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung, 
neues Licht, neue Gedanken 
und neue Wege zum Ziel...
 
Im Namen des gesamten HOG Vorstandes möchte ich mich für Eure Beiträge und Spenden im letzten Jahr bedanken und hoffe, dass Ihr uns auch weiterhin treu bleibt um ein Erhalten unserer Gemeinschaft zu garantieren.
Euch und Euern Familien wünsche ich ein wundervolles, frohes neues Jahr! 
Möge es uns mit aufregenden Tagen und atemberaubenden Wochen versorgen, 
damit wir nie zurückblicken müssen.
Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.
 
Im Namen des Vorstandes
Guido Frank
 

Brief der Landeskirche anläßlich des Kleinschenker Treffens vom 16. - 17. August 2014 in Kleinschenk

Evangelische Kirche A.B. in Rumänien
Das Landeskonsistorium

Str. Gen. Magheru 4, RO - 550185 Sibiu
Tel.: +40 269 217864 Fax: +40 269 206864 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.evang.ro

Zahl 1967/2014

Herrn
Guido Frank
Quittenweg 8
86169 AUGSBURG
GERMANIA Hermannstadt, den 7. August 2014

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Vorstand, liebe Schwestern und Brüder!

„Gott nahe zu sein ist mein Glück" (Ps.73, 28)
Mit diesem Losungswort für das Jahr 2014 grüßen wir Euch seitens der Heimatkirche in Siebenbürgen zu Eurem Heimattreffen in Kleinschenk anlässlich der Einweihung der renovierten Kirchenburg und Orgel ganz herzlich und erbitten dafür Gottes Beistand, gutes Gelingen und frohmachende Begegnungen.
Wir in Siebenbürgen wissen uns Euch Landsleuten in Deutschland verbunden, nachdem wir in Deutschland wie in Siebenbürgen die Nähe zu Gott mittels der Kirche immerfort leben, wie auch die Nähe zu unseren Nächsten in unserem Umfeld stets suchen. Was uns Evangelische Siebenbürger Sachsen ausmacht, ist der Drang und Hang zur Gemeinschaft. Dieses bedeutet, Gemeinschaft stiften, pflegen und fördern. Dank dieses Gemeinschaftssinns haben wir uns unsere Identität durch die Geschichte hindurch bewahrt, können wir auch heute eine bedeutende Brückenfunktion in und zwischen der deutschen und rumänischen Gesellschaft wahrnehmen und für das morgige zusammenwachsende Europa einen einzigartigen christlich-gemeinschaftlichen, evangelisch-siebenbürgischen, nachbarschaftlich-verbindlichen Beitrag bringen.
Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien sieht sich auf diesen Weg gerufen und hat im letzten Jahr das Strategiekonzept für die nächsten zehn Jahre verabschiedet.
Dabei wird im geistlichen Bereich Wert auf die Förderung des Gemeindeaufbaus in den Stadtgemeinden gelegt, so dass die junge Generation und die rumänischen und aus dem deutschsprachigen Ausland Dazukommenden integriert werden bzw. die umsichtige geistliche und diakonische Betreuung der vielen und kleinen Diasporagemeinden gewährleistet wird.
Im Bereich der Strukturen und Ordnungen sind besonders die Richtlinien für die Gründung von Gemeindeverbänden als lebensfähige Einheiten für die Zukunft anzusehen, so dass vier Gemeindeverbände schon entstehen konnten, als auch die Regelung der Mitgliedschaft von Ausländern in unserer Kirche. Hier geht es besonders darum, denen die eine enge Beziehung zur Heimatkirche und Heimatgemeinde haben, neben der Mitgliedschaft in einer Kirchengemeinde in der Evangelischen Kirche in Deutschland, die Möglichkeit zu geben, eine Zweitmitgliedschaft in der Kirchengemeinde der Heimatkirche zu der ein starker Bezug besteht, zu beantragen. Wenn Ihr Euch in der Heimatgemeinde einbringen wollt, könnt Ihr das auf mancherlei Wegen tun, wie Heimattreffen vor Ort und Besuche organisieren, handwerkliche wie geistliche, diakonische, kulturelle oder finanzielle Unterstützung geben (siehe dafür die Webseite: www.einsatz-in-siebenbuergen.eu ), aber nun durch eine Sonder- oder Vollmitgliedschaft das Recht bekommen auch mitzureden und mit zu bestimmen. Wir hoffen dadurch, unsere Gemeinschaft über die Grenzen anzunähern und ihr eine gemeinsame Zukunftschance zu ermöglichen.
Nähere Informationen zur Mitgliedschaft, wie überhaupt über unsere Kirche, das Strategiekonzept, die neuesten Nachrichten u.v.a.m. erhaltet Ihr von unserer Webseite: www.evang.ro.
Im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit haben wir durch die Überarbeitung und stete Aktualisierung unserer obigen Webseite, wie die Zusammenlegung der Kirchlichen Blätter und LandesKirchlichenInformation, die Ihr per Post oder Abonnement beziehen könnt, unser Erscheinungsbild nach außen professionalisiert. Durch das permanente Erscheinen von Beiträgen aus der Heimatkirche in der Siebenbürgischen Zeitung, die Abhaltung von jährlichen Konsultationen mit den siebenbürgisch-sächsischen Organisationen in Rumänien (das Deutsche Forum) und in Deutschland (Verband der Siebenbürger Sachsen, Sozialwerk, HOG-Verband, Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen, Freundeskreis, Gemeinschaft der siebenbürgischen Pfarrer) und die verschiedenen gemeinsamen Tagungen, Aktionen, Projekte und Besuche sind wir über die Grenzen ein gutes Stück im Einander Verstehen, Beistehen und gemeinsamen Handeln nähergekommen. Das wollen wir auch weiterhin intensivieren.
Im Bereich Kulturerbe sind wir im Gespräch mit dem Siebenbürgisch Sächsischen Kulturrat und andern kompetenten Stellen, einen Masterplan zum Erhalt des Kulturerbes zu entwickeln. Die Inventarisierung, das Erstellen einer Datenbank zu allen Kirchenburgen und kirchlichem Eigentum, die Priorisierung des Kulturguts, Restaurierungsmaßnahmen und Nutzungskonzepte erarbeiten zeigen die Fülle der Aufgabe an. Bis dahin sind wir jedoch nicht untätig: Das EU-Kirchenburgenprojekt ist gut abgeschlossen und 18 Kirchenburgen restauriert und gerettet worden. In drei Kirchen werden 2014 die entdeckten Fresken freigelegt und restauriert. Insgesamt wurden größtenteils mit Unterstützung der HOGs 2013 nicht weniger als 35 Kirchenburgen und vier Orgeln restauriert und zum Teil eingeweiht. Ein neues EU-Kirchenburgenprojekt ist schon in Planung. Für das Requirieren von Fonds für den Erhalt und die Restaurierung der Kirchenburgenlandschaft sind wir dabei, die „Stiftung Kirchenburgen" zu gründen. 2013 haben wir das Projekt „Entdecke die Seele Siebenbürgens" gestartet, das wir heuer fortsetzen. 26 Kirchenburgen (darunter die Kirchenburg Eurer Heimatgemeinde) werden mit einem Kirchenburgenpass weltweit bereist werden können. Zudem wird in diesen und anderen Kirchenburgen vom Osterfest bis zum Reformationsfest eine reiche Palette von kirchlichen, kulturellen, musikalischen, sportlichen Programmen und Veranstaltungen in und um die Kirchenburgen geboten. Über das Besuchen, die Teilnahme und das Mitmachen hoffen wir so, neue Ressourcen und Freunde der Kirchenburgen und unserer Gemeinschaft zu gewinnen. Auch Ihr könnt dazu beitragen. Mit dem HOG-Verband haben wir ein Kooperationsmodell abgesprochen, das zwischen der Heimatgemeinde - oder bei Diasporagemeinden vom Bezirk - und Eurer HOG geschlossen werden kann und auf dessen Basis eine fruchtbare Zusammenarbeit verbindlich wachsen kann. Im Einklang mit dem HOG-Verband wurde gleichfalls vereinbart, dass die Heimatgemeinden bei anstehenden Verkäufen die zuständigen HOGs anschreiben und ihre Stellungnahme einholen, um die besten Lösungen für den Erhalt des Erbes unserer Väter zu finden. Gleichzeitig sind wir bestrebt, mit den lokalen Ämtern und Bürger zusammenzuarbeiten, damit sie sich nach und nach auch mit dem Kulturgut in unserem Land identifizieren und zu dessen Erhalt beitragen. Der Erhalt unseres Kulturerbes wird langfristig nur gelingen, wenn Heimatgemeinde, HOG und lokale Gemeinde zusammenarbeiten.
Im Bereich Management ist uns gerade die Nachhaltigkeit des Kulturerbes ein Anliegen, wozu auch eine effiziente Verwaltung in den Gemeinden und Bezirken gehört, wie auch die Solidarität mit den geistlichen und diakonischen Mitarbeitern, deren Dienst wesentlich ist, so dass Kirche nahe bei Gott und den anvertrauten Menschen bleibt.

Dass Ihr Kleinschenker Eurer Heimatgemeinde nahe und engagiert seid, sehr gut mit ihr zusammenarbeitet, erfüllt uns mit Dankbarkeit. Besonders das Bedenken der klein gewordenen Gemeinde und Gemeindeglieder vor Ort, aber auch Euer wesentlicher Beitrag zum Erhalt der Kirchenburg und die Pflege des Friedhofs wissen wir zu schätzen und sehen es als ein Bekenntnis zu der gemeinsamen Herkunft und Identität und zum gemeinsamen Glauben. Auf Euren treuen Beistand bauen wir auch weiterhin, wissend dass wir zusammengehören und eine gemeinsame Zukunft hier und bei Gott haben werden. Das möge uns glücklich machen.

Mit Segenswünschen

Bischof Landeskirchenkurator Hauptanwalt

Reinhart Guib Friedrich Philippi Friedrich Gunesch

P.S.
1. Bei konkreten Fragen und Anliegen betreffend die Heimatgemeinde bitten wir die Verbindung zum Bezirkskonsistorium Hermannstadt aufzunehmen.
2. Wir freuen uns, wenn Ihr diesen Brief bei Eurem Heimattreffen verlest und damit die Verbundenheit mit der Heimatkirche zum Ausdruck kommen kann.

Heimattag in Dinkelsbühl 2014


Das Motto des diesjährigen Heimattages lautete:
„Heimat ohne Grenzen"

Dinkelsbühl 2014 8

Wie unschwer zu erkennen ist, waren wir dieses Jahr eindeutig mehrere als im letzten Jahr. Unsere Besonderheit dieses Jahr war natürlich das Brautpaar, dargestellt (wie auch auf dem Kleinschenker Treffen im Oktober) durch Anja Theil und Johannes Wagner. Vielen Dank an alle die gekommen sind. Ich finde es bemerkenswert dass so viele Jugendliche und Kinder dabei waren und auch noch Spaß dabei hatten. Besonders hervor zu heben ist die Teilnahme von Hans Schuster(38), der Älteste unserer Gruppe. Es war nicht ganz einfach bei der großen Hitze, wir haben es aber ohne Ausfälle überstanden. In der Hoffnung dass wir uns nächstes Mal alle gesund wieder sehen verbleibe ich mit herzlichen Grüßen,
Gretel Theil

 

Restaurierung der Orgel

Wozu, für WEN?

Die historische Orgel in Kleinschenk restaurieren?!!!

Liebe Kleinschenkerinnen, liebe Kleinschenker, liebe Freunde von Kleinschenk,

seit dem Spendenaufruf für die Restaurierung der historischen Orgel in Kleinschenk habe ich oft die Fragen gehört: Warum und wozu diese Orgel restaurieren? Für WEN, für die Roma, für die Rumänen,… für wen denn? Sind wir doch bewusst von dort ausgesiedelt. Fragen, die meiner Meinung nach so nicht gestellt werden sollten.

Warum ist es mir so wichtig, dieses wertvolle, historische Kunst- und Schmuckstück aus unserer evangelischen Kirche in Kleinschenk zu erhalten: Nicht für die Sinti und Roma, nicht für die Rumänen, nicht für die Ungaren und nicht für die Sachsen, sondern für jeden und jede, die Freude hat, auf dieser Orgel zu spielen, um Gott zu loben und zu danken. Aber auch für all diejenigen, die das Bedürfnis haben, ein Klagelied auf dieser Orgel anzustimmen, und für alle Menschen, die den Weg in die Kirche suchen, um den Klängen dieser Orgel zu lauschen oder mit Orgelbegleitung zu singen, um Kraft für ihren Lebensalltag daraus zu schöpfen oder mit Gott dadurch in Beziehung zu treten, ganz egal welcher Religion, Konfession oder Nationalität sie angehören. (Der Kirchenvater Augustin sagte einst: „Wer singt betet doppelt")

Dabei ist für mich in diesem Zusammenhang ein Wort, dass Jesus Christus gesagt hat sehr wichtig: Im Matthäusevangelium im 25. Kapitel Vers 40 lesen wir: „Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüder und Schwestern, das habt ihr mir getan.“ Darum liebe Kleinschenker und Kleinschenkerinnen, weil ich weiß, dass alles was ich in meinem Leben tue, ich letztendlich für Gott selber tue, bekommt die Kleinschenker Orgel meine finanzielle Unterstützung.

Und zum dritten möchte ich, dass dieses kulturelle und künstlerische Erbe erhalten bleibt.

Im Übrigen sind es die gleichen Gründe, die für mich, für den Erhalt und die Pflege der Kirchenburg in Kleinschenk sprechen.

In der Hoffnung, dass möglichst viele sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der Restaurierung der Orgel beteiligen – auch wenn das Scherflein noch so klein ist, denn es kommt nicht auf den Betrag an, sondern auf die innere Haltung und die Motivation – freue ich mich auf den Tag, an dem „unsere“ Orgel in der dann auch renovierten Kirche von Kleinschenk wieder in voller Schönheit erklingen kann: Gott zur Ehre und den Menschen zum Segen. Und dieser Tag ist schon in Sicht, denn die Arbeiten an Kirche und Orgel haben bereits begonnen. Gott der Herr möge die Arbeiten an Kirche und Orgel mit seinem Beistand und Segen begleiten.

Eure

Doris Wagner-Ziegler